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Counter-Strike – New York verklagt Valve wegen Lootbox-Glücksspiel

Der Bundesstaat New York hat rechtliche Schritte gegen den Valve eingeleitet. Der Vorwurf: Mit Lootboxen in populären Spielen wie Counter-Strike 2 gegen staatliche Glücksspielgesetze zu verstoßen. Besonders brisant sei, dass die virtuellen Glücksspielangebote auch für Minderjährige zugänglich seien.

 

Mechaniken wie am Spielautomaten

Die Klage richtet sich gegen Valve als Betreiber der Plattform Steam und bezieht sich auf Spiele wie Counter-Strike 2, Team Fortress 2 und Dota 2. Laut der Anklageschrift funktionieren die sogenannten Lootboxen wie klassische Spielautomaten: Spieler zahlen für eine zufällige Chance auf seltene virtuelle Gegenstände, wobei ein animiertes Rad die Spannung erhöht, bevor es schließlich bei einem Gewinn stehen bleibt. Die Verteilung der Preise erfolgt nach von Valve festgelegten Wahrscheinlichkeiten.

Die Generalstaatsanwaltschaft stuft diese Mechanik als illegales Glücksspiel ein. Da die Spiele bei einem jungen Publikum äußerst beliebt seien, bestehe die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig mit Glücksspielmechanismen in Kontakt kommen. Studien belegten, dass dies das Risiko einer späteren Spielsucht erheblich erhöhe.

Bild © 2025 Valve

 

Milliardenschwerer Markt mit virtuellen Waren

Obwohl die Skins keinen Einfluss auf das Spielgeschehen haben, besitzen sie einen realen Geldwert. Einzelne Skins wurden Berichten zufolge bereits für über eine Million US-Dollar gehandelt. Der Gesamtwert des Marktes für Counter-Strike-Skins wird auf mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Generalstaatsanwältin Letitia James kritisierte: „Illegales Glücksspiel kann schwerwiegende Suchtprobleme verursachen, insbesondere bei jungen Menschen. Valve hat Milliarden verdient, indem es Kindern und Erwachsenen illegale Wetten auf wertvolle virtuelle Preise ermöglicht hat. Diese Angebote machen süchtig, sind schädlich und illegal. Mit unserer Klage wollen wir Valves Vorgehen stoppen und die New Yorker schützen.“

Counter Strike 2

Bild © 2025 Valve

 

Handelsplattformen und Sicherheitsprobleme

Valve betreibt mit dem „Steam Community Market“ eine eigene Handelsbörse, auf der Nutzer ihre virtuellen Funde verkaufen und das Guthaben für andere Spieleinhalte nutzen können. Darüber hinaus existiert ein florierender Markt externer Plattformen, auf denen Skins direkt gegen Bargeld getauscht werden. Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft legen nahe, dass Valve diese Drittanbieter-Marktplätze billigt und indirekt fördert.

Der hohe Wert der Skins macht Spielerkonten zudem attraktiv für Kriminelle. Laut der Pressemitteilung gingen bei Valve Hunderttausende Supportanfragen ein, die sich auf gehackte Konten oder betrügerisch abgewickelte Transaktionen bezogen.

DOTA 2

Bild © 2025 Valve

 

Klage fordert Unterlassung und Strafzahlungen

Mit der eingereichten Klage will der Staat New York Valve dauerhaft untersagen, in seinen Spielen Glücksspiel-Funktionen zu bewerben oder anzubieten. Zudem fordert die Staatsanwaltschaft die Rückforderung unrechtmäßig erzielter Gewinne sowie die Verhängung von Geldstrafen.

Wie das Verfahren ausgehen wird, ist derzeit offen. Erst kürzlich hatte ein Gericht in Österreich entschieden, dass Lootboxen in der Spielereihe EA Sports FC nicht als Glücksspiel einzustufen seien. In Brasilien hingegen tritt im März 2026 ein Gesetz in Kraft, das den Zugang zu Lootboxen für Minderjährige verbietet.

 

Quelle: Eurogamer

Bild © 2025 Valve

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