Der Free-to-play-Titel Highguard ist mit einem Paukenschlag gestartet, der jedoch schnell in kritischen Gemeinschaftston umschlug. Nach seinem Launch am 26. Januar erreichte der bei den Game Awards angekündigte PvP Raid Shooter auf Steam beachtliche 97.249 gleichzeitige Spieler. Doch die Euphorie war nicht von langer Dauer.
Highguard ernet viel Kritik
Dieser erfolgreiche Start wird jedoch von einem vernichtenden Urteil der Community überschattet: Auf der Plattform steht der Titel aktuell bei überwiegend negativen Reviews. Die Kritiken fallen sehr deutlich aus und die Allgemeinheit zeigt sich eher enttäuscht und entrüstet über Highguard. Was auch dazu führte, dass die gleichzeitige Anzahl an Spielern seit dem Peak erheblich am Fallen ist.
Die Kritik geht weit über die bei neuen Launches üblichen technischen Kinderkrankheiten hinaus. Zwar monieren einige Spieler Performance-Probleme, doch der Hauptanklagepunkt liegt im fundamentalen Spieledesign. Die zentralen Vorwürfe der Community drehen sich um die als zu groß und leer empfundenen Karten für das 3-gegen-3-Format, eine als langwierig und langweilig kritisierte Ressourcensammelphase sowie eine als zu oberflächlich wahrgenommene Charaktertiefe mit nur zwei Fähigkeiten pro „Warden“.
Community fällt hartes Urteil
Ein Nutzer auf Reddit brachte die vorherrschende Frustration auf den Punkt: „Das Einzige, was an diesem Spiel gut ist, ist das verdammte Pferd.“ Dieser Take wird von vielen geteilt, die die Mounts als lobenswerte Ausnahme in einem ansonsten enttäuschenden Gesamterlebnis sehen. Positiv hervorgehoben wird hingegen die spannende finale Raid-Phase, in der Teams die gegnerische Basis angreifen und verteidigen müssen. Das ist ein Mechanismus, der nach Ansicht der Spieler das gesamte Spiel prägen sollte. Große Kritik gibt es für die viel zu große und leere Welt, die mit dem 3 vs. 3 – Konzept nicht gut harmoniert.
Die Entwickler von Wildlight stehen nun vor der enormen Herausforderung, das fundamentale Gameplay-Design gegen den Widerstand der Community anzupassen. Sie haben bereits eine Content-Roadmap für das erste Jahr angekündigt und betonen ihr Commitment für den langfristigen Support. Ob Highguard jedoch in dem überfüllten und gnadenlosen Live-Service-Markt überleben kann, hängt davon ab, wie schnell und konsequent sie auf die massive Design-Kritik reagieren. Der starke initiale Spielerzuspruch ist ein wertvolles Kapital, das jedoch mit jedem Tag der Untätigkeit schwindet.
Quelle: IGN
Bild 2026 © Wildlight
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